Theologisch gesprochen ist Angst das Gegenteil von Glaube. In allen Religionen geht es um die Entmachtung der Angst, auch dort, wo die Götter selbst als furchteinflößend erscheinen, womit eher Ehrfurcht als Furcht erzielt werden soll. Durch Rituale und Opfer versuchte der Mensch von Urzeit an, ihm unheimliche Mächte zu beeinflussen und gnädig zu stimmen.

Die Epikureer strebten einen angstfreien Zustand an, indem sie zu zeigen versuchten, dass der Tod im Grunde den Menschen nichts angehe, weil er kein Ereignis des Lebens sei. Die Angst vor den Göttern sollte dadurch entmachtet werden, dass man für die Auffassung argumentierte, dass die Götter in einer abgetrennten Sphäre existierten und sich für die Sterblichen nicht interessierten.

Im Buddhismus besteht die “Erleuchtung” darin, das Ich und sein vielfältiges Begehren als unheilvolle und leidverursachende Illusion aufzudecken. Der Erleuchtete müsse nicht mehr aus der Angst um sich selbst leben, weil er erkannt habe, dass sein individuelles Selbst nur eine Täuschung sei: Er sei vom Ich befreit.

Der christliche Glaube versteht sich ursprünglich als die Gemeinschaft des Menschen mit Gott, der in Jesus von Nazaret Mensch geworden ist, um dem Menschen seine wahre Wirklichkeit, nämlich sein unbedingtes Geborgensein in der Liebe Gottes im mitmenschlichen Wort zu offenbaren. Gott ist der in allem Mächtige, derjenige, ohne den nichts sein kann und ohne den nichts ist. Wer Anteil habe am Verhältnis Jesu zu Gott, ist nach der christlichen Botschaft zu wahrer Menschlichkeit befreit. Der Glaubende stehe nicht mehr unter der Macht der Angst um sich selbst, sondern werde eben durch den Glauben davon befreit, irgendetwas in der Welt zu vergöttern bzw. an der Welt zu verzweifeln, wenn ihm das fälschlich Vergötterte genommen wird: Darin bestehe die Erlösung des Menschen. Denn die Liebe Gottes sei stärker als alle Angst um sich selbst und stärker sogar als der Tod.

Im frühchristlichen Sonntagsgottesdienst war es darum ausdrücklich verboten zu knien, um auszudrücken, dass der Christ Gott angstfrei auf Augenhöhe begegnen kann. Im Gegensatz dazu ist in der weiteren Geschichte des Christentums der Begriff der Ehrfurcht oft missverstanden worden. Vor der Reformation herrschte beispielsweise eine allgemeine Jenseitsangst unter den Menschen, die Erwartung einer neuen Sintflut war weit verbreitet. Insofern war die Frage Martin Luthers nach dem “gnädigen Gott” in seiner Zeit eine existentielle. Auch der Hexenwahn kann als Ausdruck von kollektiven Ängsten betrachtet werden. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein sahen in Deutschland Katecheten beider Konfessionen die Drohung mit der Hölle als adäquates erzieherisches Mittel an.

Ekklesiogene Neurosen und psychotische Wahnvorstellungen hängen oft mit angstbesetzten religiösen Vorstellungen zusammen.

It was my thirteenth year on a cold winters
Day, as I walked through the enchanted
Forest, I heard the sound of horses, and men
At arms, I felt compelled to walk on and
Find the place of these sounds, and when
The forest did clear I was standing on a
Hill before me the armies of the worlds
Standing, waiting. I thought to myself, for
Whom or for what are they waiting?
Suddenly a gust of wind came up from the
North, there appeared a lone rider, holding
A sword of steel, then from the south came
Another, bearing a battle ax, from the east
Came a third holding a spiked club, and
Finally from the west, a rider who weilded
A great hammer of war. with them came
Their soldiers of death, followed by an
Army of immortals. they were few in number
But the look in their eyes told all who
Beheld them that they would leave this day
Only in victory or death. and there was a
Great silence…
My heart began to pound, storm clouds
Filled the sky with darkness, rain came, and
The four winds blew with such anger that i
Held fast to a tree. I watched the four
Riders raise their weapons into the air.
Without warning, screaming their war cry
They led the attack, down to the battle they
Rode, they met the armies of the world with
A mighty clash! I could feel the ground
Shake, the earth drank much blood that
Day. each of the four, was unto himself,a
Whirlwind of doom!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

When the smoke did clear, many thousands
Were dead. there was much blood and gore.
Their bodies lay broken and scattered
Across the battlefield like brown leaves
Blown by the wind. and I saw the four ride
Together to the top of the hill, while below
Them the soldiers of death assembled, all
Those who would now swear allegiance
To them.

And the four spoke the words of the
Warriors prayer.

Gods of war I call you, my sword
Is by my side.
I seek a life of honor, free from
All false pride.
I will crack the whip with a bold
Mighty hail.
Cover me with death if I should
Ever fail.
Glory, majesty, unity
Hail, hail, hail.

And as I stood and looked on, I heard the
Armies of the world hail them without
End, and their voices of victory carried
Long and far throughout the land!

Manowar - Warriors Prayer

Bodybuilding ist eine Sportart, bei der die Modellierung des Körpers durch gezielte Muskelübungen in der Regel unter Verwendung von Fitnessgeräten im Mittelpunkt steht. Ziel ist der Muskelaufbau bei geringem Körperfettanteil und die genaue Definition (Herausarbeitung) einzelner Muskeln. Bodybuilding wird überwiegend von Männern betrieben.

Der Kraftdreikampf (oder auch das „Powerlifting“) ist eine Wettkampfsportart der Schwerathletik. Sie setzt sich zusammen aus den drei Disziplinen Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben. Die drei Übungen werden bei Wettkämpfen in der genannten Reihenfolge absolviert.

Kraftdreikampf ist am ehesten mit dem olympischen Gewichtheben (Zweikampf: Reißen, Stoßen) vergleichbar. Ziel ist es auch hier, größtmögliche Lasten zu bewältigen.

Die FIBO ist eine internationale Messe für Fitness und Wellness. Sie findet jährlich im April auf dem Messegelände in Essen statt.

Dancehall (auch: Dancehall Reggae) ist eine auf Reggae aufbauende Musikrichtung, die Ähnlichkeiten mit Hip-Hop hat. Großen Einfluss auf die jamaikanische Dancehall-Entwicklung hatte das sogenannte Toasten, eine Art des Sprechgesangs, die durch Künstler wie U-Roy bekannt wurde.

Ursprünglich bezeichnete der Begriff Dancehall Reggae keine eigenständige Stilrichtung, sondern einfach die Musik, die in den jamaikanischen Dancehalls (den Veranstaltungsorten großer Tanzparties, der sog. Dances) gespielt wird. Da hier meist das Subgenre Ragga dominiert, wird Dancehall heute oft als Synonym für Ragga bzw. den mit elektronischen Stilelementen aufgearbeiteten Raggamuffin verwendet.

Gesungen wird auf beatlastigen, tanzbaren Riddims (Instrumentalstücken), welche im Dancehall-Bereich meist unter Verwendung von Synthesizern und Drumcomputern produziert und von einem Selector (entspricht dem DJ in den USA und Europa) eines Soundsystems gemischt werden. Über die Riddims wird ein Sprechgesang, meist auf Patois, getoastet bzw. gechantet (chanting). Der Sänger wird üblicherweise MC genannt, liegt sein Schwerpunkt jedoch nicht beim Sprechgesang sondern beim ‘echten’ Singen ist die Bezeichnung Singjay verbreitet. Typisch ist, dass jeweils eine Strophe mit Hilfe der immer gleichen Aussprache der letzten Silben im Vers gereimt wird. Der Sprechgesang im Dancehall ist als Toasting bzw. Chatting bekannt. Er unterscheidet sich insofern vom Rap, da er nicht nur rhythmisch, sondern auch in einem stimmhaften Ton vorgetragen wird, der auch in kleinere Melodielinien übergehen kann. Dancehall-Partys werden oft Dances oder Bashments genannt.

Euch allen ein schönes Wochenende.

Ein Klang von mittelhochdt.: klanc ist ein Schallsignal, dem das menschliche Gehör eine Tonhöhe zuordnen kann.

Das Spektrum musikalischer Klänge wird zu einem erheblichen Teil von periodischen Schwingungen beeinflusst. Diese bestehen aus einer Grundschwingung und mehreren Teilschwingungen, deren Frequenzen sich harmonisch zur Grundschwingung verhalten, also wie ganzzahlige Vielfache von dieser Schwingung.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Klangbegriff ständig mit dem Tonbegriff (Ton) unzutreffend vermischt. Nach DIN 1320 ist ein Ton in der Akustik immer ein Sinuston, also ein Signal mit nur einer diskreten Frequenz, während man in der Umgangssprache z. B. vom “Geigenton” spricht, obwohl das von der schwingenden Saite erzeugte Signal auf Grund von seiner harmonischen Zusammensetzung freilich ein Klang ist.

Die Entwicklung des heute gebräuchlichen 5.1-Systems kommt aus der Kinotechnik und leitet sich aus einer Abwärtskompatibilität zu Verfahren wie Dolby Surround Pro Logic ab. Die tontechnisch korrekte Bezeichnung für diese Anordnung ist 3/2/1 (drei Lautsprecher im vorderen Halbkreis, zwei im hinteren, ein Effektlautsprecher/Sub).

DTS bezeichnet ein Mehrkanal-Tonsystem der gleichnamigen kalifornischen Firma Digital Theater Systems, Inc., das sowohl im Kino als auch bei Laserdiscs, DVDs, speziellen Audio-CDs und auf D-VHS zum Einsatz kommt, wobei sich die Versionen für Kino und Endverbraucher allerdings technisch fundamental unterscheiden.

Ob Fliegen oder Fahren als Begriff für die Fortbewegung verwendet wird, hängt von der oben genannten Art und Weise der Auftriebserzeugung ab. Ballone und Luftschiffe „schwimmen“ durch ihren statischen Auftrieb in der Luft ähnlich einem Schiff im Wasser. Ihre Fortbewegung wird daher als Fahren bezeichnet. Da Ballone und Luftschiffe die Begründer des Luftverkehrs waren, etablierte sich der Begriff Luftfahrt.

Flugzeuge und Hubschrauber erzeugen ihren dynamischen Auftrieb durch Bewegungen durch die Luft (Fortbewegunggeschwindigkeit bzw. Rotationsgeschwindigkeit) Ihre Fortbewegungsart nennt man Fliegen. Die Funktionsweisen werden im Kapitel Luftfahrzeuge näher erläutert.

Ein Hubschrauber (vor allem in der Schweiz auch: Helikopter, abgekürzt: Heli, zu griech. hélix, Gen. hélikos „Windung, Spirale” und pterón „Flügel“; engl. helicopter) ist ein Luftfahrzeug, das durch einen oder mehrere motorisch angetriebene Drehflügel Auftrieb und Vortrieb erhält. Die Drehflügel, Rotoren genannt, wirken wie drehende Tragflächen, daher gehören Hubschrauber auch zu den Drehflüglern, im Unterschied zu den Starrflügelflugzeugen. Des Weiteren sind sie Senkrechtstarter, können also vertikal starten und landen. Nicht zu Hubschraubern werden gerechnet: Tragschrauber, Hybrid- und VTOL-Flugzeuge.

Schon Leonardo da Vinci hatte Ende des 15. Jahrhunderts Skizzen eines Hubschraubers angefertigt, aber erst im 20. Jahrhundert gelang die technische Umsetzung dieser Idee. Pioniere der Hubschrauberentwicklung waren u. a. Étienne Oehmichen, Juan de la Cierva, Louis Charles Breguet, Henrich Focke und Igor Sikorski:

Am 13. November 1907 hob Paul Cornu mit seinem 260 kg schweren fliegenden Fahrrad für zwanzig Sekunden senkrecht vom Boden ab - dem vermutlich ersten freien, bemannten Vertikalflug. Er benutzte Tandemrotoren, die von einem 24 PS starken V8-Motor angetrieben wurden.

Poker ist der Name einer Familie von Kartenspielen, die in der Regel mit Pokerkarten des anglo-amerikanischen Blatts zu zweiundfünfzig Karten gespielt werden und bei denen mit Hilfe von fünf Karten eine Hand gebildet wird. Dabei setzen die Spieler ohne Wissen um das (genaue) Blatt des Gegners einen unterschiedlich hohen und mehr oder weniger wertvollen Einsatz (Spielmarken, Chips, Geld etc.) auf die Gewinnchancen der eigenen Hand. Die kompletten Chips einer Spielrunde fallen schließlich demjenigen Spieler mit der stärksten Hand zu oder dem einzig Übriggebliebenen, wenn alle anderen Spieler nicht bereit sind, den von ihm vorgelegten Einsatz ebenfalls zu bringen. Dies eröffnet die Möglichkeit, durch Bluffen auch mit schwachen Karten zu gewinnen. Das Ziel im Poker ist es, möglichst viele Chips, Spielmarken oder Geld von anderen Spielern zu gewinnen.

In vielen nordamerikanischen Spielfilmen und Fernsehserien veranstalten die Darsteller ein Pokerspiel. Das wird hauptsächlich deshalb gemacht, um das Klischee des Durchschnittsbürgers zu unterstreichen und die Handlung dabei weiterzutreiben. Als Beispiele sind die Sitcoms King of Queens und Malcolm Mittendrin, sowie die Fernsehserie Desperate Housewives zu nennen. Dem entgegen stehen Spielfilme, bei denen das Pokerspiel ein zentrales Element des Handlungsstrangs darstellt. Beispiele hierfür wären Produktionen wie Rounders, Cincinnati Kid, Bube, Dame, König, grAs, Casino Royale oder Glück im Spiel. Auch in Opern und im Ballett werden gelegentlich Pokerszenen gezeigt, in denen sich die Figuren an Stelle eines Kampfs waffenlos duellieren. So geschehen ist das im Ballett Jeu de Cartes von Igor Strawinski und in der Oper La fanciulla del West von Giacomo Puccini.

Als Spiegelreflexkamera bezeichnet man eine Bauart für einen Fotoapparat oder einer Filmkamera, bei der das Motiv zur Betrachtung vom Objektiv über einen Spiegel umgelenkt und auf einer Mattscheibe abgebildet wird. Grundsätzlich wird zwischen einäugigen (engl. SLR, Single-lens reflex camera) und zweiäugigen Spiegelreflexkameras (engl. TLR, Twin-lens reflex camera) unterschieden.

Spiegelreflexkameras mit digitalem Sensor werden meist kurz als DSLR bezeichnet.

Das Spiegelreflex-Prinzip wird erstmals von Johann Zahn im Jahr 1686 beschrieben: Durch eine Linse gelangt ein Bild auf einen Spiegel, der das Bild auf eine waagerechte Einstellscheibe umlenkt.

Die erste Spiegelreflexkamera nach diesem Prinzip wurde 1861 von Thomas Sutton konstruiert. 1893 wurde ein Wechselmagazin für die Spiegelreflexkamera patentiert. Die erste in Deutschland hergestellte Spiegelreflexkamera war die Zeus-Spiegel-Kamera und stammte aus dem Werk von Richard Hüttig in Dresden.

Die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt war die Kine-Exakta der Firma Ihagee in Dresden, vorgestellt auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1936. Ihr Konstrukteur war Karl Nüchterlein (1904–1944).

Was ihr seht ist die Rückansicht meiner alten Liebe. Eine Canon EOS 300V. Mittlerweile nutz ich eine Canon EOS 400D.

Franziskner

Die Franziskaner sind die Mitglieder verschiedener römisch-katholischer Ordensgemeinschaften, die sich an der Ordensregel orientieren, welche Franziskus von Assisi für den ersten von ihm im 13. Jahrhundert in Assisi in Umbrien, Italien gegründeten Bettelorden verfasste.

Da der Stammorden des heiligen Franziskus von Assisi - dessen Mitglieder sich Mindere Brüder nannten - die strenge Armut und strikte Regelauslegung zugunsten einer umfassenden Ordensausbildung, sowie großen Konventen in Städten und an Universitäten aufgegeben hatte, untergliederte er sich infolge von Reformbewegungen in drei Ordenszweige.

Die Franziskaner (OFM), lat. ordo fratrum minorum, dt. Orden der Minderen Brüder, mit heute weltweit rund 18.000 Brüdern bilden – neben den Kapuzinern OFMCap und den Franziskaner-Minoriten OFMConv – den größten der drei Zweige. Dieser Orden entwickelte sich im Mittelalter als radikaler Reformzweig aus dem etwas milderen Stammorden der Minderen Brüder hervor, aus dem die Franziskaner-Minoriten hervorgingen.

Der Franziskanerorden brachte bedeutende Theologen und Philosophen hervor, wie Antonius von Padua, Alexander von Hales, Bonaventura von Bagnoregio, Roger Bacon sowie Johannes Duns Scotus. Der Franziskaner-Publizist Thomas Murner war Luthers wortgewandtester Gegner in der Reformationszeit. Zu den bekannten deutschen Franziskanertheologen der Gegenwart gehört Hermann Schalück. Der amtierende Generalminister der „braunen“ Franziskaner ist José Rodríguez Carballo.

Die Franziskaner leben, wie alle Bettelorden, in Armut und verdienen ihren Lebensunterhalt durch Arbeiten handwerklicher, sozialer, pastoraler und pädagogischer Art. Franz von Assisi schreibt in seinem Testament an seine Brüder: „Ich arbeitete mit meinen Händen und will arbeiten; und es ist mein fester Wille, dass alle anderen Brüder eine Handarbeit verrichten, die ehrbar ist. Die es nicht können, sollen es lernen [...]“. Auch Betteln diente dem Lebensunterhalt der Brüder. Ein wichtiger Bestandteil des franziskanischen Lebens war die Seelsorge, die sie intensiver betrieben als andere, kontemplative Orden. Daher siedelten sie sich vornehmlich dort an, wo der Bedarf an geistiger Fürsorge am größten war, in den langsam aufblühenden Städten. Da sie dennoch die notwendige Distanz zur laikalen Welt wahrten, können ihre Spuren vor allem in städtischen Randgebieten gefunden werden. Gottes Wort vom Frieden und der Erlösung sollen sie vor allem durch ihr Beispiel, aber auch durch das Predigen verkünden. Die Predigt erlangt durch ihr vorbildliches apostolisches Leben, die vita apostolica, gewissermaßen eine höhere Glaubwürdigkeit. Das Leben der Franziskanerbrüder war und ist – jedenfalls im Idealfall – sehr bescheiden. Der Selbstanspruch, ein bewusstes Leben mit der Schöpfung zu führen, hängt eng mit der Abkehr von irdischem Reichtum zusammen. Durch die Betonung dieses Aspektes erlangen die Franziskaner seit Beginn der ökologischen Bewegung in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts ein verstärktes Ansehen.

Der Begriff Brache bezeichnet ursprünglich ein unbestelltes Feld. In der mittelalterlichen Dreifelderwirtschaft spielte sie eine Rolle im periodischen Verzicht auf Anbau von Getreide auf Ackerflächen. In einem dreijährigen Zyklus werden nacheinander Wintergetreide und Sommergetreide angebaut, danach herrscht ein Jahr Brache.

Gemäß dem Bericht im Alten Testament der Bibel hatten die Bewohner des alten Israel ihre Felder alle sieben Jahre – im sogenannten „Sabbatjahr“ – brach liegen zu lassen.

Das System der Brachejahre wird auch heute noch angewandt, vor allem in sogenannten „Ungunstgebieten“, deren ökologische Rahmenbedingungen eine Bodennutzung ohne Regenerationsphasen nicht zulassen. Dies sind zum Beispiel weite Teile der Subtropen, in denen die Böden nur geringe Nährstoffspeicher aufweisen. Werden diese Regenerationszeiten nicht eingehalten, degradiert der Boden schnell und ist nach wenigen Jahren landwirtschaftlich nicht mehr nutzbar.