Der Begriff Brache bezeichnet ursprünglich ein unbestelltes Feld. In der mittelalterlichen Dreifelderwirtschaft spielte sie eine Rolle im periodischen Verzicht auf Anbau von Getreide auf Ackerflächen. In einem dreijährigen Zyklus werden nacheinander Wintergetreide und Sommergetreide angebaut, danach herrscht ein Jahr Brache.

Gemäß dem Bericht im Alten Testament der Bibel hatten die Bewohner des alten Israel ihre Felder alle sieben Jahre – im sogenannten „Sabbatjahr“ – brach liegen zu lassen.

Das System der Brachejahre wird auch heute noch angewandt, vor allem in sogenannten „Ungunstgebieten“, deren ökologische Rahmenbedingungen eine Bodennutzung ohne Regenerationsphasen nicht zulassen. Dies sind zum Beispiel weite Teile der Subtropen, in denen die Böden nur geringe Nährstoffspeicher aufweisen. Werden diese Regenerationszeiten nicht eingehalten, degradiert der Boden schnell und ist nach wenigen Jahren landwirtschaftlich nicht mehr nutzbar.