Die Brennnesselgewächse (Urticaceae) bilden eine Familie der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta). Die Familie hat etwa 54 Gattungen mit 2625 Arten. Die Familie hat eine weltweite Verbreitung, nur in arktischen Klimaten tritt sie nicht auf.

Die Arten dieser Familie sind ein- bis mehrjährige krautige Pflanzen oder holzige Pflanzen wie: Lianen, Sträucher und selten Bäume. Die meist einfachen, seltener zusammengesetzten Laubblätter sind meist gestielt. Meist sind zwei freie Nebenblätter vorhanden.

Die Pflanzen sind diözisch, also zweihäusig getrenntgeschlechtig, das bedeutet es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Meist in verzweigten zymosen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen, weibliche Blütenstände können auch kopfförmig sein. Die Blüten sind immer eingeschlechtig und (selten zwei– bis sechs-) meist vier– bis fünfzählig. Oft sind die Staubblätter „explosiv“. Neben Blütenhüllblättern gibt es in den weiblichen Blüten (meist) nur ein Fruchtblatt. Es werden (achänenähnliche) Nussfrüchte oder Steinfrüchte gebildet; sie sind immer einsamig.

Die Brennnesseln (Urtica) sind in Mitteleuropa eine bekannte Pflanzengattung, vor allem deshalb, weil die Blätter mit Nesselhaaren ausgestattet sind, die bei Berührung brennenden Juckreiz verursachen.

Zu unrecht Gefangengehaltene. Frühe Beispiele hierfür lassen sich in der Bibel finden: Daniel in der Löwengrube, Joseph bei Potiphar, die Gefangennahme Jesu, die Gefängnisaufenthalte des Apostel Paulus. Auch die Hagiographie hat das Leiden in und unter der Gefangenschaft immer wieder ausführlich thematisiert (z. B. in den Legenden der Heiligen Katharina von Alexandrien, Barbara von Nikomedien und Margareta von Antiochia). In der Siebenschläfer-Legende steht hingegen die freiwillige Gefangenschaft im Vordergrund. Aus dem Mittelalter sind uns in diesem Zusammenhang die Blondelsage von der gewaltsamen Befreiung Richard Löwenherz’ aus der Gefangenschaft Heinrich VI., die Kudrun-Sage sowie die Legende von Gregorius bekannt. Darüber hinaus spielt die unrechtmäßige Gefangennahme in manchen Märchen eine Rolle (Hänsel und Gretel, Jungfrau Maleen, Rapunzel).

Entkommen und Rettung. In der Mündlichen Überlieferung erfolgt eine Befreiung zumeist durch Wunder, Magie oder List; Gewaltanwendungen sind eher die Ausnahme. So fungierte beispielsweise der erste Merseburger Zauberspruch als Lösezauber; demgegenüber hatten Himmelsbriefe für Soldaten eine quasi-präventive Wirkung. Im Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens heißt es, dass geweihtes Brot, Rabenstein und Springwurzel einem Gefangenen zur Freiheit verhelfen konnten. Ein Federhemd diente in der Heldensage von Wieland dem Schmied, der Ariadnefaden in der Theseus-Sage diesem Zweck. Zwei Mönche befreiten sich, einem Exempel mit dem Titel Salve Regina zufolge, indem sie selbiges sangen. Gemäß einer Heiligenlegende vom Apostel Matthias war es der Gottessohn, der ihm zur Flucht aus dem Gefängnis verhalf; der Heilige Nikolaus hingegen bedurfte dazu keiner fremden Hilfe. In der Legenda aurea ist u. a. von den beiden Heiligen Leonhard und Jakobus dem Älteren als Gefangenenpatronen die Rede; während der Kreuzzüge setzte die diesbezügliche Verehrung Sankt Georgs ein. Von der Heiligen Jungfrau heißt es im Dialogus miraculorum, sie habe einen Ritter aus seiner Gefangenschaft errettet. Schließlich ist in diesem Zusammenhang noch der Teufel zu erwähnen, der in einigen Sagen als Advokat agiert.

Nach dem heutigen Morgen darf man mich wohl ganz offiziell einen Freak nennen. Nicht nur das ich um fünf Uhr wach war, nein ich bin sogar schon um kurz vor sechs aus dem Haus gewesen. Natürlich um ein paar Fotos zu machen. Morgentau-Sonnenaufgang-Stimmungfangen. Ja, das ist schon ziemlich verrückt. Aber es hat echt Vorteile mit den Hühnern aufzustehen. Erstens verleiht der Morgentau den Blumen einen zusätzlichen Glanz, zweitens ist die Luft klar und rein, drittens bringt der Sonnenaufgang eine echt schöne Stimmung in die Bilder und viertens ist man fast allein und kann in aller Ruhe fotografieren. Einen Nachteil hat das ganze allerdings… es ist echt mal richtig richtig kalt! Da wäre vermutlich sogar nem Polarforscher der Hoden gefroren. Na ja, sei’s drum - ich hab das eine oder andere gute Foto gemacht. Dafür nehm ich die eine oder andere Frostbeule in Kauf. Aber wiederholen werd ich das so bald wohl nicht. Vielleicht wenn der echte Sommer da ist. Wir werden sehen.

Nachfolgend ein paar Impressionen. Deutschland. Provinz. Zwischen sechs und sieben Uhr. Bitterkalt, aber Sonnenaufgang.

STIMMUNG!

Je nachdem, ob der Frühling auf der Südhalbkugel oder der Nordhalbkugel herrscht, unterscheidet man zwischen Nordfrühling und Südfrühling. Aufgrund des wandernden Zenitstandes der Sonne zwischen südlichem und nördlichem Wendekreis wiederholt sich der Frühling in jeder Hemisphäre mit einem jährlichen Turnus. Es ist daher auch möglich, aus einem Südfrühling einen Nordherbst zu folgern und umgekehrt.

Mit der steigenden Lichtintensität werden insbesondere bei Naturvölkern vermehrt Serotonin und Dopamin ausgeschüttet (in zivilisierten Kulturen ändert sich durch Kunstlicht die aufgenommene Lichtintensität nicht). Diese sorgen für ein allgemein besseres Befinden und bewirken eine leichte Euphorie. Auch der Wunsch nach einem Partner ist bei den meisten Menschen im Frühling stärker, verursacht u.a. durch vermehrte Hormonausschüttung. Dies ist wissenschaftlich allerdings nicht bewiesen. Vermutlich spielen die optischen Reize durch leichtere Kleidung eine größere Rolle.

Ich war heute morgen schon gegen 7:30 Uhr wach. Ein Blick aus dem Fenster sagte mir: Zeit sich die Kamera zu schnappen und ein paar Fotos zu machen. Gedacht, getan… Ok, bis ich dann tatsächlich raus war, ist noch ne gute Stunde vergangen. Während ich ein paar Fotos schoss, kam mir die Idee an einem der nächsten Wochenenden mal wirklich früh aufzustehen. Vielleicht sogar mit dem Sonnenaufgang. Ich schätze da können wirklich gute Resultate bei rauskommen. Ähnlich wie das da oben. Und vielleicht hab ich sogar mal das Glück ein Tier zu fotografieren. Ich fürchte nämlich dass Tiere sich gegen mich verschworen haben. Sobald ich eins aufnehmen will, flüchtet es. Da läuft was ganz furchtbar verkehrt!

Als Vollbeschäftigung bezeichnet man in der Volkswirtschaftslehre in einem allgemeinen Sinn die komplette Auslastung aller Produktionsfaktoren. Im engeren Sinn, auf den Produktionsfaktor Arbeit bezogen, steht sie für die Beschäftigung aller arbeitswilligen Erwerbspersonen und ein Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt.

In sozialistischen Volkswirtschaften wurde praktisch Vollbeschäftigung erzielt, jedoch zulasten der Volkswirtschaft, wie z.B. durch Doppelbeschäftigung. In vorkapitalistischen Gesellschaften war der Begriff noch nicht relevant, da es den Begriff der Arbeitslosigkeit noch nicht gab.

Tatsächlich ist auch in komplett deregulierten Volkswirtschaften eine Vollbeschäftigung nicht erreichbar. Man geht davon aus, dass es grundsätzlich eine natürliche Arbeitslosigkeit gibt. Selbst in relativ deregulierten Staaten wie der Schweiz oder Norwegen, die wegen ihrer ausgewogenen Wirtschaftspolitik für hohes Wirtschaftswachstum und geringe Arbeitslosigkeit gesorgt haben, ist Arbeitslosigkeit zu beobachten.

Nach Auffassung des US-Ökonomen Jeremy Rifkin wird durch die digitale Revolution langfristig die Arbeit verschwinden. Daraus stellt sich die Frage, womit ein Mensch seinen Lebensunterhalt bestreiten soll.

Richard Buckminster Fuller stellte in seinem Buch Critical Path (1981) fest: Arbeitslosigkeit beruhe unmittelbar auf der technischen Möglichkeit einer Ephemerisierung. Ähnlich äußert sich Norbert Wiener, ein Mitbegründer der Kybernetik, der 1947 darauf hinwies, dass der Fortschritt in der Computertechnik Massenarbeitslosigkeit auslösen werde.

Der französische Sozialphilosoph André Gorz meint ebenfalls, dass seit Jahrhunderten immer mehr Arbeiten durch Maschinen übernommen werden. Der dadurch bewirkte Anstieg der Produktivität führe dazu, dass selbst bei zunehmender Produktion weniger menschliche Arbeitskraft benötigt wird. Die Vorstellung von Vollbeschäftigung werde zur Illusion. Deshalb befürwortet Gorz ein Grundeinkommen, welches ermöglicht, zu leben, ohne zu arbeiten. Jeder Mensch erhalte eine monetäre Grundlage, sich selbst zu verwirklichen.

Für Arthur Schopenhauer gab es nur einen angeborenen Irrtum - die Vorstellung, „dass wir da sind, um glücklich zu sein.“ Trotz der pessimistischen Grundüberzeugung empfiehlt er, sich in seinem Glücksstreben nicht auf äußere Güter wie Besitz und Ansehen zu richten, sondern die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen. Die größten Feinde des Glücks sind für ihn Schmerz und Langeweile, wobei letztere durch geistigen Reichtum überwunden werden kann.

Auch neueste philosophische Ansätze, z. B. Robert Spaemann, gelangen zu der Ansicht, dass jede tiefere Freude im Leben mit der Entwicklung von Kräften und Fähigkeiten zusammen hängt. Für Wilhelm Schmid ist die Lebensführung eine Kunst, zu der das bewusste Aushalten und die Bewältigung von Widerständen und Entbehrungen gehört. Martha Nussbaum leitet aus den Bedingungen des Menschseins (conditio humana) spezifisch menschliche, für ein gutes Leben unabdingbare Fähigkeiten ab, etwa die, sich guter Gesundheit zu erfreuen oder Beziehungen zu Dingen oder Personen außerhalb seiner selbst aufzubauen.

“Es sieht aus wie ‘ne Faust
umgeben von Blut
Es schlägt bis zum Hals
und es sorgt jedenfalls dann dafür
dass es geht
Dein Herz
reißt sich zusammen”
- Kettcar, Fake for Real

Dieser Abend kein Fehler

und wenn dann nicht meiner

ich bin kein Verräter

und fühl mich wie einer

Denkst du ernsthaft dieses Leben macht Spaß?

Erhebt euer Glas

Kommt, erhebt euer Glas

Ein Toast

auf das Leben

seine Lügen

und wie wir uns Zeitlebens abmühen

für nichts

und gar nichts

Ein Toast

auf das Leben

einen Platz

auf dem man einfach nur sein kann

wie man ist

wer man ist

Kettcar - Am Tisch

Kettcar, neues Album: Sylt. Bitte kaufen. Danke.

Lieber peinlich als autehntisch

Authentisch war schon Hitler.

Indoor-Cycling ist der Oberbegriff für Gruppentrainingsprogramme, die meist als Ausdauersport auf stationären Fahrrädern, oft mit Musik ausgeführt werden. Das Indoorcycling kam in den 70er und 80er Jahren in Mode – wesentlich beeinflusst vom Training auf Rollentrainern, der Trainingsrolle und dem Ergometer-Training zu Zwecken der Leistungsüberprüfung.

Die Kraftübertragung erfolgt über eine Kette oder einen Zahnriemen auf eine Schwungscheibe, deren Gewicht je nach Hersteller zwischen 18 und 25 kg beträgt. Der Großteil der Indoorbikes funktioniert mit starrer Nabe, also ohne Freilauf. Auch Bikes mit einem sogenannten Sicherheitsfreilauf sind auf dem Markt. Der Widerstand wird durch Einstellen der Bremskraft auf die Schwungscheibe reguliert. Über einen Widerstands-Drehknopf kann jeder die Intensität seines Trainings selbst bestimmen.

Trainiert wird in der Regel unter Anleitung eines Instructors. Der Instructor gibt durch die Musik die Trittfrequenz vor. Ein Vorteil des Indoorcycling ist, dass Personen mit unterschiedlichem Leistungsvermögen miteinander trainieren können, da der Schwierigkeitsgrad individuell angepasst werden kann. Somit ist Spinning auch für Anfänger geeignet.

Zum Konzept gehören auch Events, bei denen mit oft großer Teilnehmerzahl, manchmal auch unter freiem Himmel mehrere Stunden gefahren wird. Üblich sind drei bis fünf Stunden, aber auch 24-Stunden-Events finden statt. Des weiteren gibt es Themenstunden, wie z.B. Rockspecials, Klassikspecials, around-the-world und so weiter.

Die Geometrie (griech. „Erdmaß“, „Landmessung“) ist ein Teilgebiet der Mathematik.

Einerseits versteht man unter „Geometrie“ die zwei- und dreidimensionale euklidische Elementargeometrie, die auch im Schulunterricht gelehrt wird und die sich mit Punkten, Geraden, Ebenen, Abständen, Winkeln etc. beschäftigt, sowie diejenigen Begriffsbildungen und Methoden, die im Zuge einer systematischen und mathematischen Behandlung dieses Themas entwickelt wurden.

Andererseits umfasst der Begriff „Geometrie“ eine Reihe von großen Teilgebieten der Mathematik, deren Bezug zur Elementargeometrie für Laien nur mehr schwer erkennbar ist.

Traditionellerweise werden im Geometrieunterricht Geräte wie Zirkel, Lineal und Geodreieck, aber auch der Computer verwendet. Die Anfangsgründe des Geometrieunterrichts befassen sich etwa mit geometrischen Transformationen oder dem Messen von geometrischen Größen wie Länge, Winkel, Fläche, Volumen, Verhältnisse usw. Auch komplexere Objekte wie spezielle Kurven oder Kegelschnitte kommen vor. Darstellende Geometrie ist die zeichnerische Darstellung der dreidimensionalen euklidischen Geometrie in der (zweidimenionalen) Ebene.

Theologisch gesprochen ist Angst das Gegenteil von Glaube. In allen Religionen geht es um die Entmachtung der Angst, auch dort, wo die Götter selbst als furchteinflößend erscheinen, womit eher Ehrfurcht als Furcht erzielt werden soll. Durch Rituale und Opfer versuchte der Mensch von Urzeit an, ihm unheimliche Mächte zu beeinflussen und gnädig zu stimmen.

Die Epikureer strebten einen angstfreien Zustand an, indem sie zu zeigen versuchten, dass der Tod im Grunde den Menschen nichts angehe, weil er kein Ereignis des Lebens sei. Die Angst vor den Göttern sollte dadurch entmachtet werden, dass man für die Auffassung argumentierte, dass die Götter in einer abgetrennten Sphäre existierten und sich für die Sterblichen nicht interessierten.

Im Buddhismus besteht die “Erleuchtung” darin, das Ich und sein vielfältiges Begehren als unheilvolle und leidverursachende Illusion aufzudecken. Der Erleuchtete müsse nicht mehr aus der Angst um sich selbst leben, weil er erkannt habe, dass sein individuelles Selbst nur eine Täuschung sei: Er sei vom Ich befreit.

Der christliche Glaube versteht sich ursprünglich als die Gemeinschaft des Menschen mit Gott, der in Jesus von Nazaret Mensch geworden ist, um dem Menschen seine wahre Wirklichkeit, nämlich sein unbedingtes Geborgensein in der Liebe Gottes im mitmenschlichen Wort zu offenbaren. Gott ist der in allem Mächtige, derjenige, ohne den nichts sein kann und ohne den nichts ist. Wer Anteil habe am Verhältnis Jesu zu Gott, ist nach der christlichen Botschaft zu wahrer Menschlichkeit befreit. Der Glaubende stehe nicht mehr unter der Macht der Angst um sich selbst, sondern werde eben durch den Glauben davon befreit, irgendetwas in der Welt zu vergöttern bzw. an der Welt zu verzweifeln, wenn ihm das fälschlich Vergötterte genommen wird: Darin bestehe die Erlösung des Menschen. Denn die Liebe Gottes sei stärker als alle Angst um sich selbst und stärker sogar als der Tod.

Im frühchristlichen Sonntagsgottesdienst war es darum ausdrücklich verboten zu knien, um auszudrücken, dass der Christ Gott angstfrei auf Augenhöhe begegnen kann. Im Gegensatz dazu ist in der weiteren Geschichte des Christentums der Begriff der Ehrfurcht oft missverstanden worden. Vor der Reformation herrschte beispielsweise eine allgemeine Jenseitsangst unter den Menschen, die Erwartung einer neuen Sintflut war weit verbreitet. Insofern war die Frage Martin Luthers nach dem “gnädigen Gott” in seiner Zeit eine existentielle. Auch der Hexenwahn kann als Ausdruck von kollektiven Ängsten betrachtet werden. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein sahen in Deutschland Katecheten beider Konfessionen die Drohung mit der Hölle als adäquates erzieherisches Mittel an.

Ekklesiogene Neurosen und psychotische Wahnvorstellungen hängen oft mit angstbesetzten religiösen Vorstellungen zusammen.